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"Die traurige Wissenschaft, aus der ich meinem Freunde einiges darbiete, bezieht sich auf einen Bereich, der für undenkliche Zeiten als der eigentliche der Philosophie galt, seit deren Verwandlung in Methode aber der intellektuellen Nichtachtung, der sententiösen Willkür und am Ende der Vergessenheit verfiel: die Lehre vom richtigen Leben."
Mit diesem Satz beginnt Theodor Adorno's Buch"Minima Moralia" (zu finden im Volltext z.B. hier)
Zentrale Frage des Buches ist, was das "richtige Leben" in der Moderne ist und ob es soetwas noch gibt.
"Adorno ist gewiss fixiert auf die destruktiven Tendenzen der Moderne, aber er gibt darüber den 'Traum eines Daseins ohne Schande' nicht auf.", meint der ZEIT-Redakteur Martin Seel ( hier). Adorno's Analyse gipfelt in dem Satz: "Es gibt kein richtiges Leben im Falschen." Hm, eigentlich der nächste Spruch für diese Website.
(Foto: aus Wikipedia)
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